Die Kampfschwimmer – die Spezialkräfte der Marine - haben sich seit 1959 als eine Fähigkeit im Rahmen der maritimen Auftragserfüllung der Bundeswehr vom Rand in den Fokus bewegt. Diese bewegte Entwicklung möchten wir in dieser Webseite darstellen und Hilfestellung für zukünftige Anwärter bieten.
Ein Anliegen das uns besonders am Herzen liegt ist, mit dieser Webseite für Unterstützung der ehrenamtlichen und aus privaten Spenden organisierten Initiativen zum Schutz sowie Betreuung von aktiven als auch ehemaligen Soldaten zu werben. Allen voran die Initiativen: “Angriff auf die Seele“ und “Gelbe Schleife“. Weitere Organisationen/ Initiativen sind als Verlinkung zu finden.
Zum Schutz der aktiven Soldaten und der Einheit werden Ereignisse oder Vorgänge, die der Geheimhaltung unterliegen, hier nicht ausgeführt. Aus diesem Grund bitte wir um Verständnis, dass die Darstellung der letzten Jahre, bezüglich erfolgter Einsätze, Techniken und Taktiken nicht im Detail betrachtet wird. Ebenso möchten wir hier nicht auf die ebenfalls bewegte, 41- jährige Geschichte der Kampfschwimmer der NVA eingehen und verweisen daher auf die entsprechende Literatur (Horst Kerzig, Jürgen Knittel, Kurt Schulz: Die Kampfschwimmer der Volksmarine. Das Neue Berlin, Berlin 2008).
Zu Beginn gilt es den Begriff „Spezialkräfte“ zu erläutern. Sowohl national als auch international werden Spezialkräfte über ein klar festgelegtes Fähigkeits- und Leistungsprofil definiert. Diese Fähigkeiten und das besondere Leistungsvermögen sind der Grund für die gesonderte Betrachtung durch die politische Leitung und militärische Führung und begründen den durch den ehemaligen Verteidigungsminister Dr. jur. Peter Struck und durch Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan definierten besonderen Status als „Hochwert-Instrument der strategischen Ebene“.
Spezialkräfte sind gemäß Nato-Doktrin des Military Commetee, der EU-Policy und nationaler Konzeption/ Teilkonzeptionen für militärische Operationen vorgesehen, die wegen der Besonderheit des Auftrags, der Aufgabenerfüllung und der Bedeutung der Ziele nach anderen Grundsätzen und Verfahren durchgeführt werden müssen als die Einsätze herkömmlicher Kräfte. Übergeordnete Erwägungen können dabei verdeckte Einsatzverfahren und die Akzeptanz hoher Risiken erfordern. Aufgrund der hohen Anforderungen sind diese Kräfte personell besonders sorgfältig ausgewählt, speziell ausgebildet und gegliedert. Sie nutzen spezielle Ausrüstungen für die Aufgabenerfüllung und Auftragsdurchführung bei ihren spezifischen Einsatzarten.
Spezialkräfte der Bundeswehr sind auf der taktischen Ebene die Kampfschwimmer und die Einsatzkräfte des KSK - Kommandosoldaten.
Kampfschwimmer - also die Spezialkräfte Marine - müssen im maritimen Rahmen die folgenden drei Einsatzarten abdecken:
Special Reconnaissance – Spezialaufklärung - Einsätze zur Gewinnung von spezifischen, klar definierten und zeitkritischen Informationen mit strategischer und operativer Bedeutung. Beispiel: Aufklärung von Hafenanlagen, Vorstränden und Hinterland.
Direct Action – Direkter Einsatz - Kollateralschäden vermeidende offensive, zielgerichtete, räumlich und zeitlich eng umschriebene Einsätze, um Personen festzusetzen/zu befreien, Material/Einrichtungen in Besitz zu nehmen oder zu zerstören/beschädigen. Beispiel: Vist Board Search and Seizure VBSS Operationen.
Military Assistance – Unterstützungseinsatz in Aufnahmestaaten - Militärische Einsätze zur mittelbaren/ unmittelbaren Unterstützung und zur Verbesserung der inneren/ äußeren Sicherheit und Stabilität von Staaten. Beispiel: Training von Militär und Polizeieinheiten
Aufgrund dieses breiten Fähigkeits- und Einsatzspektrums werden Spezialkräfte als Instrument westlicher Sicherheitspolitik mit strategischer Bedeutung international, aber auch in den letzten Jahren innerhalb der bundesrepublikanischen Führung, gesehen.